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Rollimobil mieten ist ganz einfach!

Rollimobil - Mietbedingungen

Liebe Kundin, Lieber Kunde

«Rollimobil» ist eine gemeinsame Dienstleistung des Behindertenforum Region Basel und der IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel.

Mit Rollimobil können Sie als Privatperson auf einfachste Weise ein Fahrzeug stunden- oder tageweise mieten, mit dem Sie eine Person im Rollstuhl sicher transportieren können, wohin und wann Sie wollen.

Mobil sein mit Rollimobil ist einfach – reservieren, einsteigen, fahren, bezahlen.

Damit dieses einfache Prinzip einwandfrei funktioniert, muss jede Rollimobil-Kundin, jeder Rollimobil-Kunde einige wichtige Regeln einhalten.

Diese sind in dem Ihnen vorliegenden Reglement, den «Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der «Rollimobil», festgehalten.

Herzlichen Dank dafür, dass Sie mit der Einhaltung der nachfolgenden Bestimmungen dazu beitragen, Ihnen und auch allen anderen Kundinnen und Kunden unbeschwerte Mobilität zu gewährleisten.

Zögern Sie nicht, bei Fragen unsere Bestellzentrale unter 061 426 98 15 zu kontaktieren. Wir sind jederzeit  für Sie da!

Wir wünschen Ihnen gute Fahrt!

PS: Aus Vereinfachungsgründen werden Personenbezeichnungen in der männlichen Form verwendet, sie gelten selbstverständlich für beide Geschlechter.

zeigt den Stanort als Karte

1. Reservation / Miete

Das Rollimobil-Fahrzeug kann während den Betriebszeiten der Rollimobil-Bestellzentrale (MO-FR 07.00 – 18.00h) entweder telefonisch (061 426 98 15) oder E-Mail (info@rollimobil.ch) reserviert werden. Ausserhalb dieser Betriebszeiten können Reservationen via Fax (061/426 98 05) oder via E-Mail erfolgen. Die Reservation wird Ihnen schriftlich bestätigt. Erst mit der schriftlichen Bestätigung ist die Reservation garantiert.

Bei Reservationsannullierung durch die Fahrgäste wird je nach Termin eine Gebühr verrechnet (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»). Reservationsverlängerungen sind nur möglich, wenn für das Fahrzeug keine nachfolgende Reservation vorliegt.

Steht einem Kunden das reservierte Fahrzeug bei Fahrtantritt nicht zum ordnungsgemässen Gebrauch zur Verfügung (z.B. wegen verspäteter Fahrzeugrückgabe), ist er nach Rücksprache mit der Rollimobil-Bestellzentrale zur Benützung eines Ersatzfahrzeuges auf Kosten von Rollimobil berechtigt. Rollimobil ist seinerseits berechtigt, die daraus resultierenden effektiven Auslagen dem Kunden, welcher das Fahrzeug unmittelbar vorher zuletzt genutzt hat, vollumfänglich in Rechnung zu stellen.

Benutzt ein Kunde trotz bestätigter Reservation das Fahrzeug nicht, so ist neben dem ordentlichen Preis für den bestellten Zeitblock eine Nichtantretens-Gebühr fällig (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).

Die Rollimobil-Fahrzeuge können in sog. Zeitblöcken gemietet werden:

  • Zeitblock 1            = 4 bis 6 Stunden
  • Zeitblock 2            = 4 bis 10 Stunden
  • Zeitblock 3            = 4 bis 24 Stunden

Zusätzlich wird eine Gebühr pro gefahrenem Kilometer erhoben.
(Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren).

Der gesamte Fahrpreis errechnet sich aus der Summe des Preises pro angefangenen Zeitblock und den gefahrenen Kilometern. Wird das Stundenmaximum des Zeitblockes überschritten, wird nicht der bestellte, sondern der Zeitblock der effektiven Benutzung in Rechnung gestellt. Die Kosten für Ölverbrauch, Wartung, Verschleissreparaturen und die Haftpflicht – Versicherung für Drittschäden sind im Basispreis enthalten. (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).

So genannte «Einweg-Fahrten» sind nicht möglich.

Rollimobil ist berechtigt, die Vermietung an Personen zu verweigern.

 

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Reservation/Miete
  2. Mieter = Lenker
  3. Abholung
  4. Rückgabe
  5. Treibstoff
  6. Sauberkeit
  7. Allg. Bestimmungen
  8. Fahrten ins Ausland
  9. Verkehrsübertretungen
  10. Pannen und Störungen
  11. Unfälle
  12. Rechnung/Zahlung
  13. Haftpflicht-Versicherung
  14. Versicherung im Ausland
  15. Sonstige Regelungen
  16. Schlussbestimmungen


2. Mieter = Lenker

Aus sicherheitsrechtlichen Gründen dürfen nur Personen das Rollimobil-Fahrzeug lenken, welche einen Einführungskurs zur Bedienung der spezifischen Fahrzeugeinrichtungen (Rollstuhl einladen und sichern) absolviert haben. Ohne diese «Ausbildung» darf kein Rollimobil-Fahrzeug benutzt werden!

Rollimobil-Fahrzeuge können nur von Personen gemietet werden, welche zusätzlich die nachfolgenden Bestimmungen erfüllen.

a) Mindestalter

Ab 20 Jahren können Sie in der Schweiz ein Auto mieten.

Bei Fahrern unter 25 Jahren wird eine Junglenkergebühr erhoben. (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»)..

b) Führerausweis

Sind Sie seit mindestens einem Jahr im Besitz eines Führerausweises? Dann ist bereits eine wichtige Mietbedingung erfüllt. Für unsere Fahrzeuge ist ein Führerausweis der Kategorie B erforderlich. Bitte vergessen Sie Ihren Führerausweis nicht, wenn Sie ein Auto mieten möchten. Aus gesetzlichen Gründen dürfen wir keine Fahrzeuge vermieten, wenn dieses Dokument fehlt.

c) Zusatzfahrer

Das Fahrzeug darf grundsätzlich nur vom Mieter gefahren werden. Entsteht ein Schaden durch das Fahren einer Drittperson, haftet der Mieter für den ganzen Schaden. Zusatzfahrer sind nur erlaubt, wenn diese unsere spezielle Schulung für Rollstuhltransporte absolviert haben und die Gebühr für Zusatzfahrer bei Anmietung vereinbart wird. Pro Zusatzfahrer wird eine Gebühr erhoben (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).. Der Mieter ist verpflichtet, jederzeit auf Verlangen Namen und Adresse des jeweiligen Fahrers anzugeben.

3. Abholung

Sie erhalten von der Rollimobil-Bestellzentrale zusammen mit der Reservationsbestätigung einen persönlichen Code für den Schlüsselsafe. Beim Standort des Fahrzeuges ist ein Rollimobil-Schlüsselsafe montiert. Sie erhalten nach Eingabe ihres persönlichen Codes den Fahrzeugschlüssel.

Das Mietfahrzeug wird von Ihnen an dessen Standort abgeholt und rechtzeitig auch wieder zurückgebracht. Sie können bei Bedarf Ihr Privatfahrzeug auf dem gleichen Platz für die Dauer der Miete kostenlos abstellen.

4. Rückgabe

Das Fahrzeug darf nicht vor der reservierten Zeit beansprucht werden und es muss spätestens am Ende der Reservationszeit sauber und betriebsbereit am Standort sein. Sämtliche batteriebetriebenen Geräte sind auszuschalten und Fenster und Türen korrekt zu verschliessen.

Ist eine fristgerechte Rückgabe des Fahrzeuges nicht möglich, ist die Rollimobil-Zentrale sofort zu informieren. Bei verspäteter Rückgabe wird eine zusätzliche Gebühr erhoben. Zudem werden daraus resultierende Folgekosten vollumfänglich dem Mieter in Rechnung gestellt.

Den Fahrzeugschlüssel können Sie in dem dafür vorgesehenen Schlüsselsafe einwerfen. Bei Verlust des Schlüssels wird eine Gebühr erhoben (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).. Parken Sie den Mietwagen auf dem Parkplatz, auf dem er vor Ihrer Miete gestanden hat  – Abschliessen nicht vergessen!

Notieren Sie auf dem Mietvertrag den Kilometerstand, das Datum und die Uhrzeit Ihrer Rückgabe und werfen Sie diesen mit dem Schlüssel in den Schlüsselsafe.

5. Treibstoff

Sie erhalten das Fahrzeug mit gefülltem Tank. Vor der Rückgabe ist das Fahrzeug durch Sie wieder voll zu betanken. Bei Nichtbeachten wird eine zusätzliche Gebühr erhoben (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»)..

Der Kunde hat darauf zu achten, dass eine Betankung ausschliesslich mit dem für das Fahrzeug vorgesehenen Kraftstoff (gem. Beschriftung) erfolgt. Bei Missachtung werden dem Kunden die durch die Falschbetankung entstandenen Folgekosten vollumfänglich in Rechnung gestellt.

Die Kosten für das Tanken werden gegen Beleg mit der nächsten Mietrechnung abzogen. Bitte beachten Sie: Ohne entsprechende/n Quittung/Beleg erhalten Sie keine Vergütung. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

6. Sauberkeit

as regelmässige Wagenreinigen bzw. -waschenlassen übernimmt Rollimobil. Selbst verursachte, deutlich sichtbare Verschmutzungen, aussen wie innen, sind vom Kunden während der reservierten Zeit auf eigene Kosten zu entfernen. Bei Unterlassen des Entfernens von selbst verursachten Verschmutzungen wird dem Kunden durch Rollimobil eine Gebühr in Rechnung gestellt (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).

7. Allgemeine Bestimmungen

Der Mieter nimmt zustimmend zur Kenntnis, dass in den nachfolgend aufgeführten Fällen die Benutzung des Fahrzeuges untersagt ist, und er anerkennt - bei Missachtung dieser Benutzungsbeschränkungen - für den vollen Schaden haftbar zu sein für:

  • Transporte von verbotenen oder gefährlichen Waren
  • Beförderung von Fahrgästen gegen Entgelt
  • Lernfahrten
  • Ziehen, Schieben oder sonstiges Bewegen eines Fahrzeuges oder eines Anhängers
  • Motorsportveranstaltungen, Teilnahme an Rennen, Rallyes, Wett-, Versuchs- sowie Trainingsfahrten, Orientierungs-, Gelände- und Geschicklichkeitsfahrten, Rekordversuche, Zuverlässigkeitsfahrten, Ausdauer- und Verbrauchswettbewerbe
  • Das Rollimobil-Fahrzeug darf weder in einem durch Alkohol, Medikamente oder Drogen beeinträchtigten Zustand, noch in einem sonstigen, die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigenden Zustand (z.B. Übermüdung oder Erkrankung), gefahren werden.
  • Vor Fahrtantritt hat sich der Kunde gemäss Strassenverkehrsgesetz zu vergewissern, dass sich das Fahrzeug in betriebssicherem Zustand befindet
  • Schäden und sicherheitstechnische Defekte sind vor Fahrtantritt unverzüglich der Rollimobil-Zentrale mitzuteilen, sofern diese nicht bereits als gemeldet im Mängelheft eingetragen sind.
  • Während der Fahrt ist zu jeder Zeit das Strassenverkehrsgesetz zu beachten. Insbesondere sind auch Durchfahrtshöhen (z.B. bei Garageneinfahrten und Unterführungen) einzuhalten.
  • In allen Fahrzeugen ist das Rauchen nicht gestattet.
  • Unregelmässigkeiten wie erhöhter Ölverbrauch, Nachlassen der Batterieleistung oder Änderungen im Fahrverhalten müssen ins Mängelheft eingetragen und unverzüglich der Rollimobil-Zentrale gemeldet werden
  • Rollimobil-Fahrzeuge dürfen nicht im überladenen Zustand, d.h. mit einer Personenzahl oder Nutzlast, welche die im Fahrzeugausweis angegeben Werte
    übersteigt, gefahren werden.
  • Rollimobil-Fahrzeuge dürfen nicht für Fahrten im Gelände oder auf nicht öffentlichen Strassen (z.B. Bergstrassen) an Demonstrationen oder Kundgebungen benutzt werden
  • Aus hygienischen Gründen dürfen Tiere nur in geeigneten Transportbehältern befördert werden (Ausnahme: ausgebildete Führ- und Begleithunde). Das Fahrzeug ist anschliessend zusätzlich zu reinigen. Bei Nichteinhaltung wird die Reinigung veranlasst und dem Kunden eine Gebühr in Rechnung gestellt.
  • Rollimobil-Fahrzeuge dürfen nur von Personen gelenkt werden, welche einen Kurs in Bedienung und Handhabung des Rollstuhl-Sicherungssystemes absolviert haben.
  • Nichteinhalten der Bestimmungen im Kapitel «Ausland»

8. Fahrten ins Ausland

Grundsätzlich können Sie mit dem Rollimobil-Fahrzeug auch ins Ausland fahren. Betriebs- und Unterhaltskosten werden zu aktuell in der Schweiz üblichen Ansätzen gegen Beleg übernommen. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen im Artikel «Pannen und Störungen am Fahrzeug». Ebenfalls gelten die Bestimmungen/Verbote der Versicherungs-Gesellschaft (grüne Versicherungskarte im Fahrzeug) sowie der unter dem Kapitel 14 «Versicherung bei Fahrten ins Ausland» aufgeführten Ausnahmen.

Es ist untersagt, in folgende Länder mit einem in der Schweiz immatrikulierten Mietfahrzeug zu fahren: Rumänien, Albanien, Mazedonien, Bosnien + Herzegowina, Serbien + Montenegro, Kroatien, Griechenland, Türkei, Bulgarien, Armenien und Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS (ehemalige UdSSR).

9. Verkehrsübertretungen

Grundsätzlich gehen sämtliche Verkehrsübertretungen zu Lasten des Mietes und müssen von diesem auch direkt bezahlt werden. Als Halter des Fahrzeuges sind wir gesetzlich verpflichtet, die Personendaten des Fahrzeuglenkers bzw. -mieters an die Behörden zu melden, wenn mit unserem Mietfahrzeug eine Geschwindigkeits- oder andere Verkehrsübertretung begangen wird. Für diesen Aufwand belasten wir eine administrative Gebühr (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).

10. Pannen und Störungen am Fahrzeug

Rollimobil wird nach besten Kräften alles tun, um mechanische Fehler oder Störungen am Fahrzeug zu vermeiden, übernimmt jedoch keine Haftung für solche Fehler oder Störungen und etwa daraus entstehende direkte oder indirekte Schäden und Kosten.

Bei Fehlern oder Störungen an Fahrzeugen ist die nächste TCS-Pannenhilfe (Tel. 140) zu benachrichtigen.

Der Mieter ist nicht berechtigt, ohne ausdrückliche Zustimmung von Rollimobil Reparatur- oder Servicearbeiten am Fahrzeug vorzunehmen oder vornehmen zu lassen. Abschlepp-, Reparatur-, Instandstellungs- und andere Rechnungen, welche ohne ausdrückliche Zustimmung der Rollimobil-Zentrale ausgestellt werden, können nicht akzeptiert werden und gehen vollumfänglich zu Ihren Lasten.

Vor Fahrtantritt hat sich der Kunde gemäss Strassenverkehrsgesetz zu vergewissern, dass sich das Fahrzeug in betriebssicherem Zustand befindet. Kleine Mängel oder Unterhaltsarbeiten können bis zum Maximalbetrag von CHF 50.– direkt erledigt werden, ist jedoch zwingend mit der Rollimobil-Zentrale vorgängig abzusprechen.

Barauslagen werden gegen Abgabe einer/eines Quittung/Beleges der Rechnung gutgeschrieben. Ohne Quittung/Beleg kann keine Vergütung erfolgen! Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

11. Unfälle

Bei Unfällen sind zunächst die Verhaltensregeln gemäss Strassenverkehrsrecht zu beachten:

  • Ruhe bewahren
  • Unfallstelle sichern (Warnblinklicht einschalten, Pannendreieck aufstellen)
  • Verletzte aus der Gefahrenzone bergen und erste Hilfe leisten (Autoapotheke im Fahrzeug)
  • Polizei einschalten: Telefon 117

a) Anschliessend gilt für Rollimobil Kunden:

  • In jedem Fall die Rollimobil-Bestellzentrale sofort benachrichtigen.
  • Bei jedem Schaden/Unfall muss zwingend ein europäisches Unfallprotokoll ausgefüllt werden(Formular ist im Fahrzeug). Das Formular ist umgehend an die Rollimobil-Zentrale zu senden/faxen.
  • Der Fahrer darf keine Schuldanerkennung unterschreiben. Sie wird von Rollimobil nicht übernommen.
  • Reparaturaufträge dürfen nur durch Rollimobil erteilt werden. Es ist grundsätzlich nicht gestattet, dass der Kunde einen Schaden am Rollimobil -Fahrzeug ohne Erlaubnis von Rollimobil selbst reparieren lässt.
  • Es darf grundsätzlich nur der Pannendienst des TCS aufgeboten werden, es sei denn, der Fahrer besitzt eine eigene, persönliche Mitgliedschaft beim entsprechenden Pannendienst, welche die Kosten deckt. Andernfalls wird Rollimobil die Kosten des Pannendienstes nicht übernehmen bzw. an den Kunden weiter verrechnen.
  • Steht das Fahrzeug wegen Panne, Unfall, Stau oder höherer Gewalt dem nachfolgenden Kunden nicht zur Verfügung, können von diesem keine Ansprüche geltend gemacht werden. Die geplante Fahrt muss dann eigenständig organisiert, notfalls auf eigene Kosten ein Taxi oder Mietwagen beansprucht  werden. Rollimobil kann keine Garantie für die Bereitstellung eines entsprechenden Ersatzfahrzeuges übernehmen.

b) Schäden am Rollimobil-Fahrzeug

Der Kunde hat Rollimobil für Schäden am Fahrzeug, welche er in Verletzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und/oder durch unsachgemässen Gebrauch verursacht, vollumfänglich Ersatz zu leisten.

Liegt weder eine Schadensmeldung noch ein Polizeirapport vor, ist Rollimobil berechtigt, dem Kunden, der das Fahrzeug vor der Schadensfeststellung zuletzt genutzt hat, als Schadensverursacher zu betrachten und entsprechend zur Verantwortung zu ziehen. Zu diesem Zweck kann Rollimobil auf die elektronische Fahrtenaufzeichnung abstellen. Dem Kunden steht der Gegenbeweis offen.

Hat der Kunde weder absichtlich noch grobfahrlässig gehandelt, werden allfällige Versicherungsleistungen, die Rollimobil erhältlich machen kann, auf die Schadenersatzleistung des Kunden angerechnet. In jedem Fall bleibt die Belastung des Kunden mit Schadenersatzforderungen von Rollimobil im Umfang des Versicherungsselbstbehaltes, der durch die Haftungsreduktion noch weiter reduziert werden kann, vorbehalten.

12. Mietrechnung / Zahlung / Mahnung

Sie erhalten nach der Rückgabe des Fahrzeuges eine Mietrechnung, welche sofort zur Zahlung fällig wird. Reklamationen bezüglich der Richtigkeit der Rechnungsstellung haben innert 10 Tagen nach Erhalt der Rechnung schriftlich zu erfolgen, ansonsten gilt diese als akzeptiert. Nachfakturierungen sind möglich. Dienstleistungen der gleichen Zeitspanne können auf verschiedenen Rechnungen verrechnet werden. Barzahlung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Der Kunde verpflichtet sich, die Dienstleistungen von Rollimobil nur soweit zu verwenden, als er zur fristgerechten Bezahlung der Rechnungen in der Lage ist. Unbezahlte Rechnungen können ohne vorgängige Information zur Sistierung der Reservationsberechtigung und/oder der Nutzungsberechtigung führen. Darüber hinaus behält sich Rollimobil jederzeit das Recht vor, Kunden die Nutzungsberechtigung ohne Angaben von Gründen fristlos zu entziehen und bestehende Reservationen zu annullieren.

Rollimobil ist zudem berechtigt, Auskünfte über den Kunden einzuholen (z.B. Betreibungsamt). Wird die Rechnung nicht fristgerecht bezahlt, erhalten Sie eine Mahnung. Für jede Mahnung erheben wir eine Gebühr (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren»).

13. Haftpflicht – Versicherung für Drittschäden

Der Mieter und jeder berechtigte Fahrer ist von einer Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung gedeckt. Die Haftpflichtversicherung deckt Personen-, Sach- und daraus resultierende Vermögensschäden, mit den jeweils in den aktuell gültigen Geschäftsbedingungen der Versicherung garantierten Deckungssummen.

Grundsätzlich gelten folgende Versicherungsleistungen für die Nutzung von Rollimobil-Fahrzeugen:

  • Rollimobil-Kunden sind bei einem Unfall haftpflicht- und vollkaskoversichert.
  • Die Insassen (auch Nicht-Kunden) sind durch die Insassenversicherung im Falle eines Schadenfalls zusätzlich gedeckt.

Leistungen für alle Insassen pro Person:

  • Todesfall                                                                    CHF 40’000.—
  • Invalidität                                                                  CHF 80’000.—
  • Taggeld (730 Tage innert 5 Jahren)                   CHF         40.—
  • Spitaltaggeld (730 Tage innert 5 Jahren)         CHF          —.—
  • Heilungskosten (maximal 5 Jahre) unbegrenzt
  • Kleiderschäden bis max. 2'000.— pro Schadenfall

Vorbehalten bleiben Änderungen der Versicherungsgesellschaften

a) Haftung bei Schäden, Unfall und Diebstahl

Der Mieter haftet bis zum Betrag der Selbstbeteiligung oder Wagenwert für sämtliche der Rollimobil entstandenen Aufwendungen ausser bei Feuer-, Elementar- oder Tierschäden (mit Ausnahme von Schäden, die durch Tiere des Mieters und/oder der Passagiere verursacht werden). Als Aufwendungen gelten u.a. Fahrzeugschäden bzw. Zeitwert bei Diebstahl, Minderwert, Transport, Expertisen, Schadenbehandlung, Mietwagenausfall, Haftpflicht-Selbstbehalt und Bonusverlust.

Im Übrigen wird den Kunden der Abschluss einer eigenen persönlichen Unfallversicherung empfohlen (sofern nicht dem UVG unterstellt oder anderweitig versichert, z.B. Krankenkasse).
Durch die Haftpflichtversicherung sind solche Personen- und Sachschäden von Dritten gedeckt, die durch den Betrieb eines Rollimobil-Fahrzeuges an Dritten verursacht werden.

Durch die Kaskoversicherung sind folgende Schäden an Rollimobil-Fahrzeugen versichert:

  • Deckung Vollkasko: Gewaltsame Beschädigung (Unfallschäden)
  • Deckung Teilkasko: Diebstahl-, Feuer- und Elementarschäden, Glas-, Tier-, Schneerutschschäden, Schäden durchmutwillige Handlungen von Dritten (Polizeirapport erforderlich). Bei Teilkaskoschäden besteht kein Selbstbehalt.

Bezüglich Selbstbehalt gelangt die folgende Regelung zur Anwendung:

  • Selbstbehalt Haftpflichtversicherung pro Schadenfall                             CHF        —.—
  • Selbstbehalt Vollkaskoversicherung pro Schadenfall                              CHF 2’000.—
  • Selbstbehalt bei Teilkaskoschäden                                                              CHF        —.—
  • Maximaler Selbstbehalt pro Schadenfall                                                     CHF 2'000.—

Die Höhe des Selbstbehalts kann durch Abschluss der Haftungsreduktion gemäss nachstehendem Abschnitt (13c) auf CHF 300.– reduziert werden!

Der Kunde hat Rollimobil im Umfang des Selbstbehalts in jedem Fall schadlos zu halten. Bei absichtlicher oder grob fahrlässiger Schadenverursachung bleiben weitergehende Entschädigungsansprüche gegenüber dem Kunden vorbehalten.

Der Mieter haftet solange, bis ihm die Schadenfreiheit von Rollimobil unterschriftlich bestätigt wird. Erfolgt die Rückgabe nicht am vereinbarten Ort, haftet der Mieter, bis ihm die Schadenfreiheit bestätigt wird.

b) Sonderfälle Haftpflichtversicherung

  • Zusätzlicher Selbstbehalt für Neulenker
    (weniger als 2 Jahre im Besitz des Führerausweises)                                       CHF     500.–
  • Zusätzlicher Selbstbehalt für Junglenker (Kunden unter 25 Jahren)             CHF 1'000.–
  • Zusätzlicher Maximaler Selbstbehalt pro Schadenfall CHF 1'500.–

Hat Rollimobil aufgrund der Motorfahrzeughalter-Haftpflicht für ein von dem Kunden verursachten Schadensereignis einzustehen, bleibt bei Rückgriff auf den Kunden im Umfang des Selbstbehaltes in jedem Falle vorbehalten. Bei absichtlicher oder grobfahrlässiger Schadensverursachung kann der Kunde im vollen Schadensumfang zur Rechenschaft gezogen werden.

c) Haftungsreduktion

Gegen eine zusätzliche Gebühr (Details siehe Merkblatt «Tarife und Gebühren») kann die Haftung für den Selbstbehalt pro Schadenfall mit einem Rollimobil-Fahrzeug auf einen Maximalbetrag von CHF 2'000.– auf total CHF 300.– reduziert werden Haftungsreduktion).

Die Haftungsreduktion kann bei Abschluss des Mietvertrages abgeschlossen werden. Zuschläge (zusätzliche Selbstbehalte) für Neu- und Junglenker können nicht ausgeschlossen werden.
Nach Schäden und Unfällen kann Rollimobil die Haftungsreduktion für weitere Fälle einseitig aberkennen.

Unabhängig von den Versicherungsleistungen hat der Kunde persönlich einzustehen für:

  • Schäden und Folgeschäden, die nicht durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind (z.B. Beschädigung der Hubmatik durch Fehlbedienung, Beschädigung des Innenraumes durch Personen oder Tiere etc.).
  • Schäden und Folgeschäden aus abhanden gekommenen Fahrzeugschlüsseln.
  • Schäden, die durch das Lenken eines Rollimobil-Fahrzeuges von nicht ausgebildeten Lenkern verursacht werden.
  • Regressansprüche der Versicherung oder von Rollimobil (z.B. auf Grund von Alkoholmissbrauch). Die Haftungsreduktion kann in den genannten Fällen nicht geltend gemacht werden. Schadenersatzansprüche von Rollimobil jeglicher Art bleiben vorbehalten.

Im Versicherungsschutz liegt kein Verzicht von Rollimobil auf vertragliche oder ausservertragliche  Schadenersatzansprüche jeglicher Art. Gegenüber dem Kunden behält sich Rollimobil deren jederzeitige Geltendmachung vor.

Änderungen der Versicherungsleistungen sind seitens Rollimobil mit einer Ankündigungsfrist von vier Wochen jederzeit möglich. Für nicht durch Rollimobil beeinflussbare variable externe Kosten sind Änderungen mit einer Ankündigungsfrist von einer Woche möglich.

Die Ansprüche gegenüber der Insassenversicherung stehen dem Kunden bzw. Insassen direkt unter Ausschluss von Rollimobil zu. Im Bedarfsfall tritt Rollimobil dem Kunden allfällige Versicherungsansprüche zur Geltendmachung im eigenen Namen ab.

d) Wegfall der Haftungsreduzierung

Der Mieter verpflichtet sich, die Interessen von Rollimobil und der Versicherungsgesellschaft bei einem Unfall während der Mietdauer dadurch wahrzunehmen, dass er

  • den ihm von Rollimobil ausgehändigten Unfallrapport vollständig und richtig ausfüllt,
  • Namen und Adressen der Beteiligten und der Zeugen festhält,
  • keine Schuld oder Haftung eingesteht,
  • das Fahrzeug nicht ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen zurücklässt,
  • sofort die Rollimobil-Zentrale telefonisch informiert,
  • sofort die Polizei verständigt, wenn dies zur Feststellung der Schuld eines anderen Beteiligten erforderlich ist oder wenn Menschen verletzt sind

Der Mieter haftet für alle Schäden, welche Rollimobil aus der Verletzung dieser Vertragspflichten erwachsen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14. Versicherung bei Fahrten ins Ausland

Spezielle Versicherungen wie Euroschutzbrief, Grenzversicherungen sind selbst abzuschliessen. Der Deckungsbereichs der Versicherung (Artikel 6 der AVB) umfasst die europäischen Staaten, die auf der gültigen «Grünen Karte» (Internationale Versicherungskarte für Motorfahrzeuge) aufgeführt und nicht durchgestrichen sind sowie die aussereuropäischen Mittelmeerrandstaaten und die Mittelmeerinseln. Rollimobil kann Fahrten in Länder ausserhalb des Deckungsbereichs der Versicherung jederzeit untersagenn (siehe Art. 8 dieser Mietbedingungen).

15. Sonstige Regelungen

Rollimobil stellt kein weiteres Fahrzeug-Zubehör zur Verfügung (z.B. Kindersitze, Skiträger, Hundegitter etc.). Sie sind von den Kunden selbst zu organisieren.

Rollimobil richtet sich bei der Verwaltung und Bearbeitung der personenbezogenen Daten nach den Vorschriften der Schweizer Datenschutzgesetzgebung. Rollimobil ist berechtigt zum Zweck des Vertragsabschlusses und der Abwicklung der gegenseitigen Vertragsleistungen Personendaten zu bearbeiten und entsprechende Datensammlungen anzulegen. Personendaten der Kunden dürfen nur im Zusammenhang der Geschäftstätigkeit von Rollimobil Dritten bekannt gegeben werden.
Adresshandel ist ausgeschlossen.

16. Schlussbestimmungen

Die Rollimobil-Fahrzeuge sind Eigentum der IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel. Sie dürfen weder vermietet, verkauft, verschenkt oder einem anderen Zweck zugeführt werden.

Das separate Merkblatt «Tarife und Gebühren» ist integrierter Bestandteil dieser Bedingungen.

a) Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen des Vertrages einschliesslich dieser «Mietbedingungen» ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Bestimmung, welche dem Zweck der unwirksamen Bestimmung so nahe als rechtlich möglich kommt.

b) Haftung von Rollimobil

Rollimobil haftet persönlich weder dem Mieter noch Drittpersonen gegenüber für einen Unfall während der Mietdauer. Ebenso wenig haftet Rollimobil für irgendwelche Schäden, die dem Mieter dadurch entstanden sind, dass sich am Wagen irgendein Defekt einstellt, der eine Weiterreise verhindert oder Zeitverlust verursacht. Für den Fall, dass der gemietete Wagen in der Zeit zwischen Reservation und Mietantritt auf unverschuldete Weise nicht fahrbereit sein sollte, hat Rollimobil das Recht, entschädigungslos vom Vertrag zurückzutreten. Rollimobil ist jedoch bestrebt, den Fahrgästen wenn immer möglich ein Ersatzwagen zu stellen.

c) Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Der Unterzeichnende erklärt, die obenstehenden Mietbedingungen durchgelesen zu haben und damit einverstanden zu sein. Die Parteien vereinbaren als Gerichtsstand Basel-Stadt. Es kommt Schweizer Recht zur Anwendung.

Basel, Oktober 2006


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